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Leitfaden · Firma prüfen

Firma prüfen, bevor Sie Geschäfte machen: so gehen Sie vor

Ein neuer Kunde meldet sich, ein unbekannter Lieferant schickt ein Angebot oder ein Frachtführer reagiert auf Ihre Ladung. Bevor Sie liefern, laden oder zahlen, wollen Sie wissen: Gibt es diese Firma, ist sie gesund, und spreche ich wirklich mit ihr?

SafetyBizz Wissen · aktualisiert am 21. Oktober 2026 · 6 Min. Lesezeit · NL · EN · FR · SV

Was sollte ich prüfen, wenn ich eine Firma prüfe?

Kurze Antwort: zwei Fragen, nicht eine. Die meisten prüfen nur, ob eine Firma existiert. Das ist die erste Frage. Die zweite ist mindestens genauso wichtig: gehört die Person, mit der Sie Kontakt haben, wirklich zu dieser Firma? Betrüger nutzen oft Namen und Nummer einer bestehenden, gesunden Firma. Das Register stimmt dann, aber E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Bankverbindung gehören dem Betrüger. Siehe auch Klonfirma erkennen.

Wie prüfe ich eine Firma in 8 Schritten?

  1. Suchen Sie die Firma im offiziellen Register ihres Landes, etwa im Handelsregister bzw. Unternehmensregister in Deutschland, der KBO in Belgien oder der KvK in den Niederlanden. Prüfen Sie Status (aktiv oder gelöscht), Rechtsform, Gründungsdatum, Adresse und Tätigkeit.
  2. Achten Sie auf jüngste Änderungen. Eine neue Adresse, ein neuer Name oder neue Geschäftsführer kurz bevor die Firma sich bei Ihnen meldet, verdienen besondere Aufmerksamkeit. Vor allem bei einer Firma, die jahrelang ruhte.
  3. Prüfen Sie die USt-IdNr. in VIES, der europäischen Datenbank. Eine gültige Nummer beweist, dass die Nummer existiert, nicht dass Ihr Kontakt dazugehört.
  4. Sehen Sie sich die veröffentlichten Jahresabschlüsse an, falls vorhanden. Negatives Eigenkapital, hohe Verluste oder Jahre ohne offengelegten Abschluss sind Signale, mit Kredit vorsichtig zu sein.
  5. Suchen Sie die offizielle Website und die Festnetznummer selbst heraus. Nutzen Sie nicht die Angaben aus der E-Mail oder Signatur. Ein Klon setzt dort seine eigene Nummer ein.
  6. Rufen Sie diese Nummer an und fragen Sie, ob Ihr Kontakt dort arbeitet und ob die Anfrage wirklich von dort kommt.
  7. Vergleichen Sie die E-Mail-Adresse mit der echten Website. Achten Sie auf kleine Unterschiede in der Domain (ein Buchstabe mehr, eine andere Endung) und auf kostenlose Adressen bei einer großen Firma.
  8. Prüfen Sie die Bankverbindung, bevor Sie zahlen. Banken in der EU zeigen bei Euro-Überweisungen inzwischen an, ob der Name zur IBAN passt (Empfängerüberprüfung). Erhalten Sie „keine Übereinstimmung“ oder „teilweise Übereinstimmung“, stoppen Sie und rufen Sie über eine selbst herausgesuchte Nummer zurück.
Eine gute Bonität ist kein Beweis. Ein Bonitätsscore sagt, ob eine Firma zahlen kann. Er sagt nichts darüber, ob Sie mit dieser Firma sprechen. Bei einem Klon ist die gute Bonität gerade der Grund, warum die Firma ausgewählt wurde.

Wann sollte ich besonders vorsichtig sein?

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Häufige Fragen

Wie prüfe ich, ob eine Firma existiert?

Suchen Sie die Firma im offiziellen Handelsregister ihres Landes, in Deutschland etwa im Handelsregister oder Unternehmensregister. Dort sehen Sie, ob sie aktiv ist, wann sie gegründet wurde, Adresse und Tätigkeit. Prüfen Sie zusätzlich die USt-IdNr. in VIES.

Ist eine Firma zuverlässig, wenn sie im Register steht?

Nicht unbedingt. Das Register bestätigt, dass die Firma existiert, aber nicht, dass Ihre Kontaktperson dort arbeitet. Betrüger nutzen oft die Daten einer bestehenden Firma. Rufen Sie deshalb immer über eine selbst herausgesuchte Nummer zurück.

Wie prüfe ich die Bankverbindung einer Firma?

Banken in der EU zeigen bei Euro-Überweisungen an, ob der Name zur IBAN passt. Gibt es keine Übereinstimmung, zahlen Sie nicht und rufen Sie die Firma über eine selbst herausgesuchte Nummer an, um die Bankverbindung zu bestätigen.

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